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Gott und die Welt.

Manchmal frage ich mich, ob es einen Gott gibt. Und dann frage ich mich automatisch, warum er, wenn es ihn gibt, all das Leid auf dieser Welt zulässt. Bedeutet das nicht, dass er uns unsere Fehler nie verziehen hat und das in Zukunft auch nicht tun wird? Ich weiß es nicht; ehrlich gesagt habe ich gar kein Interesse daran, zu erfahren, ob es ihn gibt, es zu wissen würde meiner Illusion von einer schwarzen Gospelsängerin, die ich jedes Mal vor Augen habe, wenn ich an "Gott" denke, extrem schaden.
Jedes Mal, wenn ich an Gott denke, denke ich auch an behinderte Menschen, nicht körperlich behindert, sondern geistlich. Ich frage mich, ob sie die Welt so sehen, wie wir * sie sehen. Ob sie dasselbe denken wie wir, dasselbe fühlen. Ich hoffe, dass sie die Welt nicht so sehen wie wir, sondern dass sie die Welt positiver und vorallem schöner sehen als wir es tun. Vielleicht sind ja nicht sie die "Zurückgebliebenen", sondern wir. Vielleicht haben sie ein viel besseres Bild von der Welt, was uns zu den Benachteiligten machen würde, und nicht sie, die sie immer als solchige bezeichnet werden.
Ich würde es mir wünschen. Auch wenn ich dann im Nachteil wäre.




* = (In diesem Fall schließe ich alle geistlich behinderten Menschen von diesem "wir" aus, aber normalerweise diskriminiere ich sie nicht. Würde ich sie allerdings mit einbeziehen in dieses "wir", wäre die Frage falsch gestellt.)
25.9.07 20:24


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chaste yvi host